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14.05.2018

VBE: Lehrerbesoldung ist auch Chefsache!

Ein Jahr nach der NRW-Wahl

Der VBE bilanziert ein Jahr nach der NRW-Wahl die schwarz-gelbe Schulpolitik. „Offensichtlich ist es bisher nicht bis zu Ministerpräsident Laschet vorgedrungen, dass nahezu alle aktuellen Herausforderungen der Schulpolitik eng verknüpft sind mit dem Personalmangel. Wer gleiche Arbeit ungleich bezahlt, wird den Lehrermangel nicht beheben. Noch vor der Wahl stellte die CDU fest, dass sich unbezweifelbar bei der Bezahlung etwas ändern müsse. Aus dem Schulministerium kommen diesbezüglich endlich positive Signale. Wir erwarten jetzt eine klare Ansage von Armin Laschet“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW.

Zur Umsetzung von G9

Keine überstürzte Rolle rückwärts, aber leider auch keine konsequente Umsetzung. Dennoch erkennen wir die Anstrengungen der Ministerin in dieser Diskussion an. Wir erwarten allerdings die gleichen Anstrengungen, wenn es um die Schullandschaft NRWs insgesamt geht. Durch die Schwerpunktsetzung in dieser Frage dürfen die übrigen Schulformen nicht aus dem Blick verloren gehen. Die Schließungen der Hauptschulen verlangen nach einem Plan und einer Perspektive für die Schülerschaft dieses Bildungsgangs“, erklärt Behlau.

 

Inklusion in NRW

„Inklusion funktioniert nicht mit der Brechstange, sondern benötigt ausreichend Personal. Wir begrüßen den Erhalt der Förderschulen. Die angekündigten sogenannten Schwerpunktschulen für inklusiven Unterricht an Regelschulen können nur eine Übergangslösung sein. Ziel muss es sein, allen Kindern in allen Regionen wohnortnah bestmögliche Bildung zu ermöglichen. Noch scheitert dieses Vorhaben am Personalmangel“, erklärt der VBE-Landesvorsitzende.

 

Digitaloffensive

Die Ministerin hat vollkommen recht, wenn sie sagt, dass wir bereits mittendrin in einer neuen Zeitrechnung sind. Die Durchdringung der Digitalisierung aller unserer gesellschaftlichen Bereiche ist überdeutlich. Wir sind mittendrin, diese Herausforderung anzunehmen – jeden Tag aufs Neue. Die digitale Infrastruktur, die noch unvollständig ist, ist sicherlich eine Grundvoraussetzung für den digitalen Wandel. Sie ist aber nicht alles. Keinesfalls darf untergehen, dass Kontakte im wirklichen Raum und Interaktionen weiterhin wesentlich bleiben. Wir benötigen Konzepte, die das berücksichtigen und entscheidende Fragen beantworten und vor allem Zeit, um diese Konzepte zu erstellen“, erklärt Behlau.

 

Masterplan Grundschule

Die Liste der Baustellen in der Bildungspolitik ist lang. Angekündigt wurde der ‚Masterplan Grundschule‘ als Reaktion auf das schlechte Abschneiden in der IQB-Vergleichsstudie. Behlau: „Wir erwarten einen stichhaltigen Plan, der angemessene Arbeitsbedingungen beinhaltet.

 

Fazit

Stefan Behlau: „Wir erwarten offene Ohren für die Stimmen aus der Praxis, auch von Armin Laschet. Seiner Aussage vor der Wahl ‚Es ist unbezweifelbar, dass sich bei der Bezahlung der Lehrkräfte im Primarbereich und in den Haupt- und Realschulen etwas ändern muss.‘ müssen endlich Taten folgen. Hier ist auch der Regierungschef gefragt.“

 

 

Weiterführende Informationen:

Antworten der Parteien zur Besoldungsfrage vor der Landtagswahl

Armin Laschets Äußerungen in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ 2009

Weiterentwicklung des Gymnasiums (G8/G9)

Erhalt der Förderschulen

Ministerin Gebauer zur IQB-Studie


Pressemitteilung 44-2018
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